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Vor dem Einsatz eines/ einer Gebärdensprachdolmetschers/-in

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Da Gebärdensprachdolmetscher/-innen in vielen unterschiedlichen Fachgebieten dolmetschen müssen, ist es wichtig, dass sie sich gut vorbereiten können. Um auch fachliche Inhalte, die ihnen fremd sind, zu verstehen und richtig dolmetschen zu können, sind sie auf Ihre Mithilfe angewiesen.

Sofern Vorbereitungsmaterial für den anstehenden Gebärdensprachdolmetscheinsatz vorliegt, leiten Sie dieses bitte rechtzeitig an den/ die Gebärdensprachdolmetscher/-in oder unsere Vermittlungsstelle weiter, um so eine optimale Vorbereitung auf den Termin zu ermöglichen.

Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür, wie Sie den/die Gebärdensprachdolmetscher/-in in seiner Vorbereitung unterstützen und damit nicht nur die Arbeitsbedingungen positiv beeinflussen, sondern auch für eine angenehmere Atmosphäre während des Dolmetschereinsatzes sorgen können.

Vorträge

Sofern beim anstehenden Gebärdensprachdolmetscheinsatz Reden und/oder Vorträge gehalten werden, ist es hilfreich die Skripte und Präsentationen der Redner/-innen schon im Vorfeld lesen zu können. Die Redner/-innen und Zuhörer/-innen kennen sich in ihrem Fachgebiet aus, reden daher oft sehr schnell und benutzen viele Fachbegriffe, auf die sich Gebärdensprachdolmetscher/-innen gerne vorbereiten.

Kulturelle Programmteile

Sofern beim anstehenden Gebärdensprachdolmetscheinsatz Programmteile wie das Einspielen von Musik oder etwa eine Lesung geplant sind, ist hier Vorbereitungsmaterial sehr wichtig. Was sich in der Lautsprache reimt, muss sich nicht auch in der Gebärdensprache reimen. Um den Inhalt trotzdem adäquat dolmetschen zu können, muss der/ die Gebärdensprachdolmetscher/-in sich auf solche Programminhalte sehr gut vorbereiten.

Dauer des Einsatzes

Stellen Sie bitte im Vorfeld der Veranstaltung fest, über welchen Zeitraum sie sich erstrecken wird. Bei Einsätzen, die länger als eine Stunde dauern oder deren Informationsdichte für eine/n Gebärdensprachdolmetscher/-in alleine zu groß ist, müssen in der Regel zwei Dolmetscher/-innen eingesetzt werden.

Akustische Verhältnisse

Bitte achten Sie darauf, dass auch die Gebärdensprachdolmetscher/-innen den gesprochenen Text gut hören können. Was nicht gehört wird, kann auch nicht verdolmetscht werden. Andererseits ist es wichtig, auch den hörenden Teilnehmer/-innen zu ermöglichen, die Gebärdensprachdolmetscher/-innen bei ihrer Übertragung von Gebärden- in Lautsprache gut zu hören.

Auch Sie selbst können sich auf den bevorstehenden Gebärdensprachdolmetscheinsatz vorbereiten. Denken Sie bitte daran, dass die Gebärdensprachdolmetscher/-innen stets Blickkontakt zu den gehörlosen Teilnehmer/-innen haben müssen. Außerdem sollten auch die gehörlosen Teilnehmer/-innen die Möglichkeit haben, sowohl die Dolmetscher/-innen als auch den Redner sowie eventuelle Präsentationen im Blick zu haben. Außerdem müssen die Gebärdensprachdolmetscher/-innen auch in einem abgedunkelten Raum immer zu sehen sein. Achten Sie daher bitte auf eine entsprechende Beleuchtung. Eventuell werden auch andere technische Hilfsmittel wie z.B. Mikrofone benötigt.